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Voraussetzungen für ein Implantat

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Voraussetzungen für ein Implantat

    Voraussetzungen an Patienten

    Grundlegende Vorrausetzungen

    Empfehlenswert ist ein solcher Eingriff erst ab einem bestimmten Lebensalter. Meist liegt das Mindestalter, das Ärzte empfehlen bei 14 bis 21 Jahre. Meine Empfehlung ist zumindest das Erreichen des 19. Lebensjahres, sprich erst ab 18 Jahren. Grund dafür, dass ein Mindestalter vorausgesetzt wird, ist, dass es bei einem Zahnimplantat nötig ist, dass der Kieferknochen vollständig entwickelt ist. Dies lässt sich dadurch erklären, dass das Implantat in den Kiefer eingesetzt wird und wenn sich eben dieser noch weiterentwickelt, das Zahnimplantat nicht mehr funktionstüchtig ausgeführt arbeiten kann. Eine wesentliche Voraussetzung ist die Kopfsache bzw. die Einstellung zu Ihren Zähnen. Nicht alle Patienten haben ein kaputtes Verhältnis zu Ihrer Mundhygiene, diejenigen die sich nun angesprochen fühlen, sollten allerdings eines Bedenken: Sie haben durch die Implantate eine neue Chance auf ein strahlendes Lächeln! Nutzen Sie Ihre Chance und ändern Sie die Pflege Ihrer Zähne. Sie werden Ihre neuen Zähne pflegen müssen! Andernfalls werden auch diese Zähne nicht ewig halten. Durch mangelnde bzw. sogar fehlende Mundhygiene kann es zu Entzündungen bzw. sogar entzündungsbedingten Knochenverlusten kommen. Lassen Sie es also nicht darauf ankommen. Machen Sie regelmäßig einen Termin bei Ihrem Arzt zur Kontrolle der Zähne bzw. der Zahnpflege. Bei Ihrem Arzt können Sie auch auf die Möglichkeit der Individualprophylaxe zurückgreifen - dies ist eine Methode zur Vorbeugung von Karies, vor allem bei Kindern wird dies zum Vorbeugen verwendet, doch auch bei Zahnimplantaten ist dies eine gute Möglichkeit der Gefahr vorzubeugen. Der Preis hierbei beläuft sich auch nicht auf mehr als 100 €. Bei der Individual-Prophylaxe wird nicht nur praktisch gearbeitet sondern auch mental - sprich Ihnen ins Gewissen geredet, um Sie davon zu überzeugen, warum Sie Ihre Zähne schützen müssen und wie Sie dabei vorgehen sollen. Eine Sache, die ich dieser Methode vorwegnehmen möchte ist Ihr Verhalten bzgl. der Sucht nach Zigaretten. Es ist wie für Ihre alten Zähne schädlich, wenn Sie übermäßig Zigaretten konsumieren. Deshalb muss es zum bekannten Klick in Ihrem Kopf kommen, bei dem Ihnen klar wird, dass Sie Ihren schädlichen Zigarettenkonsum zumindest verkleinern - wenn nicht beenden müssen. Ihr Körper wird es Ihnen danken.

    Bestimmte Erkrankungen verhindern Behandlung

    Wie bei vielen Eingriffen und Medikamenten ist ein Eingriff auch bei einem Wahleingriff wie bei Zahnimplantaten nicht ohne weiteres möglich. Wichtig ist dies, da bestimmte Krankheiten Ihre körpereigenen, notwendigen Zahnsubstanzen zerstören können. Ohne diese verloren gegangene Zahnsubstanz kann ein Implantat nicht funktionsfähig arbeiten, daher sollten Sie diese Vorrausetzungen ernst nehmen. Wie bereits mehrfach erwähnt ist eine wesentliche Voraussetzung beim Einsatz von Zahnimplantaten die Gesundheit, die vollständige Entwicklung, gesunde Wundheilungsfähigkeit und ein ausreichendes Angebot an Knochen. Das Knochenangebot ist wie angesprochen notwendig, da die Zahnimplantate in den Kieferknochen eingesetzt werden, ist kein ausreichendes Angebot vorhanden, gibt es allerdings die Möglichkeit einer Vorbehandlung in dem das Knochenangebot aufgebaut wird, bis es für den Eingriff im Sinne des Implantats genügend vorhanden ist. Etwaige Knochenerkrankungen haben negative Auswirkungen auf das Implantatlager des Knochens - hierbei ist es Ermessenssache des Arztes, ob die Erkrankung operabel ist und der Einsatz problemlos durchführbar ist. Grundsätzlich ist davon eher abzuraten bzw. zu versuchen die Knochenerkrankung zunächst ein Mal in den Griff zu bekommen. Ein weiterer bereits angesprochener Punkt ist das Rauchen bzw. der Nikotinabusus - darunter versteht man die abusive, missbräuchliche Verwendung von Nikotin beinhaltenden Produkten. Die jeweilige Dosis variiert von Person zu Person - daher kann diese Aussage nicht pauschalisiert werden. Pauschal kann höchstens die Aussage getroffen werden, dass Der Konsum von Zigarren, Zigaretten, Tabak usw. schädlich für einen Eingriff sind. Dies heißt allerdings nicht, dass es auf Grund dieser Sucht nach Nikotin nicht möglich ist solch einen Eingriff vorzunehmen.

    Mögliche Gründe für Ablehnung stellen auch Herz- und Kreislauferkrankungen dar. Zu diesen möglichen Erkrankungen zählen vor allem:

    • Angina pectoris, welches ein Symptom für koronaren Herzerkrankung darstellt
    • Herzrhythmusstörungen, welches häufig im Alter auftritt
    • Kammerflimmern, das zum plötzlichen Tod nach Herzrhythmusstörungen führen kann
    • Herzinfarkt bzw. dessen Anfälligkeit das durch unzureichende Versorgung des Herzmuskels durch Blut verursacht wird
    • Herzinsuffizienz auch Herzleistungsschwäche genannt, was viel mehr ein Symptom für weitere Herzerkrankungen darstellt, als eine eigene Erkrankung.

    Weitere Probleme können bei Stoffwechselerkrankungen auftreten: Prominentestes Beispiel hierbei stellt die Zuckererkrankung Diabetes dar. Bluterkrankungen spielen hierbei auch eine Rolle und sollten von Ihrem Arzt untersucht werden. Erkrankungen der Mundschleimhaut sowie etwaige Tumore sind ebenfalls Ausscheidungskriterien für Zahnimplantate. Des Weiteren sollten Sie über eine gesunde Immunabwehr verfügen.

    Voraussetzungen an Ihren Kieferknochen

    Neben den genannten Krankheiten, die nicht vorhanden sein dürfen und den allgemeinen Vorraussetzungen, bestehen darüber hinaus Anforderungen an den Kieferknochen bzw. den Kieferkamm. Unter Kieferkamm versteht man in der Medizin den Alveolarfortsatz, den Zahn haltenden Fortsatz der sich im zahnlosen Kiefer des Menschen befindet. Grundvoraussetzung an den Kieferkamm ist die Stärke bzw. Stabilität des Knochens, dies wird darum vorausgesetzt, da das Implantat an diesem Fortsatz angebracht wird und er festen Halt benötigt. Ist bei Ihnen diese Stabilität nicht gegeben, so bedeutet dies nicht zwingend, dass Sie die Implantate nicht haben können.

    Es gibt hierbei verschiedene Maßnahmen mit der Abhilfe geschafft werden kann:

    • Allgemein: Herkömmlicher Knochenaufbau, bei dem versucht wird mehr Knochen zu produzieren
    • Distraktionsosteogenese bzw. die Kallusdistraktion, dies ist ein Verfahren bei dem man sich auf die Knochenbildung des Körpers verlässt, in dem man einen Knochen auseinander schneidet und einen kleinen Freiraum schafft, den der Körper durch Knochenbildung versucht zu schließen, durch Schrittweise Erweiterung des Freiraums kann genügend Knochen gebildet werden
    • Knochenblock-Transplantation, hierbei werden aus den Nachbarknochen Teile des Knochens entnommen und im Kiefer wieder eingesetzt
    • Sinus-Lift, dabei wird der Defekt der abgerutschten Kieferhöhle durch Anhebung korrigiert

    Vorrausetzungen für den Arzt

    Bei der Wahl Ihres Arztes sollten Sie immer bedenken, dass es hierbei um Ihren Körper und Ihre Gesundheit geht und man an diesem nicht sparen sollte. Zwar sollen Sie sich nicht unnötig in Unkosten schmeißen, allerdings sollten Sie sich einen professionellen Arzt aufsuchen, der dies auf hohem Niveau erledigt. Von unseriösen Ärzten vor allem aus dem Ausland kann ich nur abraten, hierbei gibt es zu viele “Schwarze Schafe”, bei denen mehr gepfuscht als gearbeitet wird. Daher stellen Sie folgende Sachen sicher: Der Arzt verfügt über ausreichend Erfahrung mittels Zertifikate oder dergleichen, hierbei ist vor allem der “Bundesverband der implantologisch tätigen Zahnärzte in Europa e. V” (BDIZ) interessant, da diese offiziell Zertifikate vergibt, da für die Implantate eine Zusatzqualifikation erworben werden muss. Der Arzt verfügt über professionelle Werkzeuge und Materialien, um Ihnen einen sauberen Eingriff und ein qualitativ hochwertiges Implantat zu ermöglichen, dass zudem eine einwandfreie, dauerhafte Verwendung des Implantats ermöglicht.

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