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Zahnspange

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Zahnspange

    Als Zahnspangen werden festsitzende oder herausnehmbare Apparaturen bezeichnet, die der Korrektur von Zahn- oder Kieferfehlstellungen dienen. Das Behandlungsziel ist hierbei nicht nur die Ästhetik, die mit einem gesunden Gebiss mit geraden Zähnen verbunden ist, sondern vor allem die Gesundheit des Patienten; denn bei einer Zahn- oder Kieferfehlstellung ist auch die Gefahr von Karies und Zahnfleischerkrankungen höher, sowie von Störungen der Kaufunktion, Aussprache und Atmung. Die Behandlung mit einer Zahnspange findet meistens im frühen Pubertätsalter statt, wenn sich die Wachstumsschübe des Patienten am Maximum befinden. Versäumte kieferorthopädische Behandlungen kann man jedoch auch im Erwachsenenalter nachholen. In der Regel dauert die Behandlung 2 bis 4 Jahre und wird von spezialisierten Fachzahnärzten, den Kieferorthopäden, durchgeführt.
    Bei den festsitzenden Apparaturen handelt es sich um sogenannte Brackets (Metallklammern), die auf jeden einzelnen Zahn geklebt werden und über einen Draht miteinander verbunden sind (Multibracket-Technik). Durch diesen elastischen Draht wirkt ständig eine Kraft auf das Gebiss, wodurch Niveauunterschiede zwischen den Zähnen korrigiert werden. Allerdings muss bei dieser Behandlungsmethode besonders auf die Mundhygiene geachtet werden, die durch die angeklebten Brackets erschwert wird. Eine extraorale und herausnehmbare Form der Zahnspange stellt das Headgear dar. Es wird am Hinterkopf angelegt und an den hinteren Backenzähnen des Oberkiefers befestigt. Headgears werden eingesetzt, wenn eine Verschiebung der Oberkieferbackenzähne nach hinten notwendig ist und müssen meistens 16 Stunden täglich getragen werden.
    Weniger auffällige Behandlungsapparaturen werden vor allem bei Erwachsenen eingesetzt. Eine Möglichkeit stellen hierbei die beschriebenen festsitzenden Zahnspangen mit transparenten oder zahnfarbenen Brackets dar, die aus Keramik, monokristallinem Saphir oder Glasfaserkunststoff bestehen. Somit ist nur der Draht, der durch die Brackets verläuft, sichtbar. Seit ein paar Jahren wird die Invisalign-Technik angewendet, die sich herausnehmbarer, durchsichtiger Kunststoffschienen bedient. Ferner kann die sogenannte Lingualtechnik angewendet werden, bei der Metallbrackets auf die Innenseiten der Zähne befestigt werden und somit von außen nicht gesehen werden. Diese Methode ist allerdings mit einem höheren technischen Aufwand für den behandelnden Kieferorthopäden sowie mit eventuellen Sprachbeeinträchtigungen und aufwändigen Pflegemaßnahmen für den Patienten verbunden.
    Die Preise variieren je nach Behandlungsart und -dauer, und belaufen sich bei festen Behandlungsapparaturen auf mindestens 3000 Euro, bei der Lingualtechnik bis zu 6000 Euro. Die Kosten der Behandlung werden von den gesetzlichen Krankenkassen bei Erwachsenen nur dann getragen, wenn schwere Kieferanomalien vorliegen. Bei Patienten unter 18 Jahren zahlen die Krankenkassen 80% der Kosten (bis zu 90% bei mehreren Kindern in Behandlung), die restlichen 20% kriegt der Versicherte bei erfolgreichem Behandlungsabschluss erstattet, nicht wie bei einer Wurzelresektion.

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